Mardrekka Sveljanasdottir

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Die Jarlin von Skjellsgrond ist schon lange im Amt – sie führt die Geschicke am südlichen Hjaldingolf schon seit mehr als 20 Wintern. In all dieser Zeit ihrer Würde ist ihr Haar ergraut, doch ist dies auf ihr hohes Alter zurückzuführen, nicht auf die Bürde ihres Amtes. Über ihr genaues Alter spricht sie aus Eitelkeit nicht gerne. Ihre Haltung ist stolz und ungebeugt. Wenn sie muss, kann sie mit ihrer Stimme eine Halla zum Schweigen bringen, eine Fähigkeit, die sie jedoch nur selten einsetzt. Zumeist spricht sie mit ruhiger, leiser Stimme und man muss sich schon anstrengen, um ihre Reden vollständig mitzubekommen. Doch keineswegs stammt ihr Beiname von dieser Sprechgewohnheit.

In einer sippenlosen Familie wuchs Mardrekka wohl behütet in Liskor auf. Schon früh kam sie als Kind mit dem Handwerk ihrer Familie in Berührung: der Zucht von Hunden. Die Tiere sind rund um den Hjaldingolf und darüber hinaus als Behüter für die Nutztiere gefragt. Ihren Beinamen erhielt Mardrekka aus diesem Handwerk, denn mit unerschütterlicher Ruhe war sie in der Zucht und vor allem mit der Ausbildung der Hunde beschäftigt. Als Jarlin hat sie dafür nur noch wenig Zeit, aber es kommt dennoch immer wieder einmal vor, dass sie ein paar Welpen aufzieht, diese dann aber an gute Freunde verschenkt. Ihr Mann Gundland und ihre beiden Kinder Tjalf und Jargan müssen oft auf Mardrekka verzichten, da sie ihr Amt sehr ernst nimmt und daher auch öfter einmal in Skjellsgrond unterwegs ist, um sich nach dem Rechten zu erkundigen.

Nicht unbrisant ist, dass die in Liskor ebenfalls ansässige mächtige Kjålmbørg-Sippe traditionell die Jarlskari stellt und somit auch Einfluss auf die Entscheidungen Mardrekkas nehmen könnte. Damit dies nicht geschieht, zieht Mardrekka oftmals alleine durch ihr Jarltum und greift auf die Jarlskari nur zurück, wenn es unbedingt notwendig erscheint.

Die Skjellsgronder sind weitgehend zufrieden mit ihrer „Mutter Mardrekka“ – wie sie oft liebevoll genannt wird. Bei den jährlichen Wahlen gibt es nur selten Gegenkandidaten und die wenigen, die versuchen ihr die Jarlswürde abzunehmen scheitern so kläglich, dass sie sich zum Gespött der Skjellsgronder machen. Fast alle Einwohner des Jarltums stehen hinter Mardrekka und ihrer Politik, es kann aber nicht verheimlicht werden, dass einige Unzufriedene ein aggressiveres Vorgehen fordern. Mardrekka setzt im Jarltum wie auch auf den Hjaldings in Thorwal-Stadt die politische Neutralität ihres Vaters fort. Im Konflikt um die oberste Hetwürde auf dem Hjalding 2654 nJL (1027 BF) blieb Mardrekka neutral und gab keiner der Kandidatinnen ihren Stimmstein. Im Jarltum sieht sie sich als ordnende Hand, die unsichtbar im Hintergrund agiert. Nur selten einmal greift sie direkt in das Geschehen in Skjellsgrond ein, sie überlässt es lieber den Hjaldingern selbst, ihren Alltag und das Zusammenleben zu organisieren, gibt aber hin und wieder Ratschläge.

Im Konflikt um Muryt kämpften auch einige Skjellsgronder mit. Die meisten stießen sich die Hörner ab, und einige von ihnen kehrten nicht mehr in die Heimat zurück. Seitdem arbeitet Mardrekka daran, das ein solches Konfliktpotential in Skjellsgrond gar nicht erst entstehen kann. Dabei agiert sie wie immer im Hintergrund und spricht mit jedem Hetmann und jeder Hetfrau einzeln. Auch die Ältesten der großen Sippen in Skjellsgrond vergisst sie dabei nicht.

Der vergangene Jahrhundertwinter hat Mardrekka schwer zu schaffen gemacht – nicht nur starben ihre letzten beiden Geschwister (eines wurde von einem hungrigen Mitglied der Kjålmbørg-Sippe erschlagen), auch ihr jüngstes Kind erlag den Folgen der Kälte. Immer häufiger sucht die Jarlin nun den Rat ihrer Nachbarn.

Es scheint, als ob das Schicksal von Skjellsgrond in guten Händen liegt. Was aber passieren kann, wenn „Mutter Mardrekka“ zu Swafnir gerufen wird, daran will heute noch niemand denken.


Autoren: Steven Hepp & Jens Arne Klingsöhr

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