Tronde der Thorwaler

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Tronde der Thorwaler
Lied
Mitwirkende
Autoren: Nils Strößinger
Verfügbarkeit
Erscheinungsdatum: 2001
Erschienen bei: Thorwal Standarte 7
Links
Weitere Informationen: Thorwal Standarte
Irdische Vorlage: "Rollo der Wikinger" (Torfrock)
©

Vorwort (aus der Thorwal Standarte No. 7):

Verehrte Leser,
wie bereits im Nachwort der letzten Standarte angekündigt, wurde einer unserer Korrespondenten bei einer Festivität auf einen Schmähbarden aufmerksam, der Unwahrheiten über unser geliebtes thorwalsches Volk verbreitete.
Um Euch, verehrte Leser, zu verdeutlichen mit welcher Dreistigkeit er das tat, haben wir den Barden ausfindig gemacht und besagtes Gedicht nachstehend abgedruckt. Für den Inhalt übernehmen wir ausdrücklich keinerlei Verantwortung !

„Wie die hohen Herrschaften aus der aventurischen Presse vielleicht gehört haben mögen, hat der Hetmann der Thorwaler, Tronde Torbensson, sich vom Zwölfgötterglauben abgewendet (UNHEILIG !). Wie es aber dazu kam, und wie er vorher überhaupt zum einzig wahren Glauben kam, soll dieses kleine Gedicht zeigen...“

Tronde der Thorwaler war bekannt
als Heide und als Rowdy !
Sein Wahlspruch war: kommst Du in ein fremdes Land,
beklau sie und verhau’ sie.
In jedem Gasthaus ließ er mit Genuss
seine Sauflieder ertönen,
und er tat auch der Fleischeslust
im Übermaße frönen.
Doch an ein’ Praiostag, er war noch bezecht,
hörte er die Glocken vom Traviatempel drüben
und dachte sich: „Mensch auch nicht schlecht,
ich tu Mal alle lieben !
Mit Krieg und Weibern ist nun Schluss
und ich tu kein Feuer mehr kippen.
Ich geh zum heiligen Bonifazius
und lass mich ins Weihwasser stippen.“

Bonifazius machte die Taufe wahr und sprach:
„Nun bist Du gläubig bis ins Grab !“
Und Tronde meinte: „Das geht schon klar !“,
und trocknete sich ab.
„Bonifaz, ich liebe Dir, hier hast Du meine Keule,
verwahre sie nur gut für mich, damit ich kein’ mehr verbeule !“
Er wandelte zum Tempel raus
und ging selig seiner Wege,
da traf er Olaf vor seinen Haus,
neben ihm saß noch ’n Kollege.
Tronde rief: „Ich lieb Euch so doll !“,
und Olaf meinte: „Ich kenn’ das;
Wir hauen Dir jetzt die Jacke voll,
Du Ferkel stehst ja auf Männers !“

Nach langer Zeit lag Tronde flach,
und meinte: „Ihr seid lieb Ihr beiden,
ihr habt das wirklich gut gemacht,
man ist das toll zu leiden !“

Danach traf er die schöne Ulla,
die war mit Orm vermählt
und er sang: „Oh Ulla, ich lieb´ Dich noch duller !“
Die hat das gleich Orm erzählt.
Der brüllte: „Machst Du sie schon wieder an ?
Hier hast Du in die Schnauze !“
Nach langer Zeit fragte Tronde dann:
„Du Bruder, ist bald Pause ?“
Später kühlte er sich den Kopp
und dachte sich: „Naja nun,
gläubig ist eben harter Job,
ich geh nur Gutes tun !“

Er holte sich von nah und fern,
die Menschen in seine Hütte
und rief: „Ich hab Euch so furchbar gern
und erfüll’ Euch jede Bitte !
Bei mir findet Ihr Trost,
denn ich versteh Eure Not & weltlichen Jammer !“,
Sie meinten: „Tronde, das ist O.K.,
wo ist hier die Speisekammer ?“
Sie futterten viel und feierten Feste,
und meinten: „Tronde Du störst !
Für Dich als der Zwölfe Gläubiger ist es das Beste,
wenn Du Wanderprediger wirst !
So leb denn wohl, wir danken dir,
tu mal ’n paar Grüße schicken,
aber lass noch deinen Mantel hier
und lass Dich nicht mehr blicken !!!“

Halb nackig schleppte Tronde sich
wieder hin zu die Traviabrüder
und stöhnte: „Ich bin so hungerig,
mir rutscht andauernd das Mieder.
Gläubig zu sein ist gar nicht so schlecht,
aber ganz schön teuer !“,
und der Priester meinte: „Da hast Du recht,
wir kriegen noch Tempelsteuer !!!“
„Ich hab doch nix, sagte Tronde geniert,
ich hab alles die Armen gegeben.“
„Denn bist Du hier deplaziert,
und musst wieder als Heide leben !“
Froh leuchteten da Trondes Augen auf
und er rief: „Ich tu Dich zwar lieben,
aber rückst Du den Opferstock nicht raus,
wird’ ich Dir eine schieben !
Ich kleide mich erstmal neu ein,
und dann geh ich Ulla beglücken,

dann zieh ich mir noch ’en paar Premer Feuer rein,
und wird’ meinem Björnie eine drücken !
Macht’s gut Ihr lieben und betet fein,
ich ergreife schnell mein Panier,
ich geh lieber zu mein Runenstein
und schnack’ en bisschen mit Swafnir !“


Dieses Gedicht wurde auf dem Kosch-Nordmarken-Con 2001 auf Schloss Balingen vorgetragen.

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