Jarltum Muschelgrund (Skjellsgrond)

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Jarltum Muschelgrund (Skjellsgrond)


Region Gråbjergen & Hjaldingolf
Jarl/in Mardrekka Sveljanasdottir, „die Ruhige“ in Liskor
Bevölkerung um 3.200
Siedlungen Overthorn (500), Liskor (700), Vidsand (420), Thoss (260), Tjanset (230), Ala (100), Norrevik, Sundby
Gewässer Küste vom Hjaldingolf und dem Siebenwindigen Meer; viele kleine Bäche aus den Bergen und dem Hügelland; der Rhoenikalighsee bei Vidsand; der Thossel aus dem Hjaldormassiv


Mit freundlicher Genehmigung der
Ulisses Spiele GmbH
Grenzen
im Norden die Sumpf- und Moorgegend um Vidsand, im Osten die Ausläufer des Waskirer Hochlandes, im Süden der Bergrücken des Hjaldorgebirges
Angrenzende Jarltümer/Länder
die Jarltümer Nördlicher Golf (Njurunsgard) und Waskirer Hochland (Vaskr Höjland) im Norden, im Osten das Jarltum Südliches Hochland (Sydhöjland), die Jarltümer Westliche Halbinsel (Premr Vestrhalfey) und Premer Küste (Premjastad) im Süden
Landschaften
Sumpf- und Moorgegend bei Vidsand, sonst relativ flaches Grasland mit einem breiten Küstensteifen aus weißem Sand; Hügelland mit Klippen bei der Overthorner Landzunge
Bekannte Ottajaskos / Sippen
Asgarason-Ottajasko, Rabenfledderer-Ottajasko, Kjålmbørg-Sippe, Overthorner Sippen und Ottajaskos, Grænbar-Sippe
Persönlichkeiten
tba
Lokale Helden/Heilige/mysteriöse Gestalten
Alvar Ketilson
Besonderheiten
Hjalding-Wüste bei Tjanset, Rhoenikalighsee bei Vidsand


Das Land

Wer einmal an den Strand geht, der weiß woher das Jarltum seinen Namen hat. Über 30 Meilen erstreckt sich fast strahlendweißer Muschelkalksand entlang der Küste zwischen der Overthorner Landzunge und den nassen Wiesen, die hinter Liskor beginnen. Der Strand wird durch eine Vielzahl an kleinen, aus dem Hinterland kommenden Bachläufen unterbrochen, die mühelos zu überspringen sind. Der Meeresboden ist zwischen Tjanset und Liskor so flach, dass man noch nach 200 Schritt gerade einmal bis zur Brust im Wasser stehen kann. Mehrere hintereinander gelagerte Sandbänke ermöglichen dem Schwimmer bis zu anderthalb Meilen weit sich vom Strand zu entfernen und auf einer solchen bei Ebbe gerade einmal im knietiefen Wasser zu stehen. Hohe Dünen begrenzen über weite Teile den Strand zum Hinterland, welches sich ganz anders präsentiert, als man vermuten würde. Dort befinden sich zu den Hjaldorbergen sanft ansteigende Wiesen und kleine Auwälder. Da die Bäche, trotz ihrer Vielzahl, in Regenzeiten nicht alles Wasser fassen können, dieses durch die Dünen aber auch nicht ungehindert ablaufen kann, gibt es Stellen, an denen die Wiesen dermaßen nass und aufgeweicht sind, dass es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich hier eine neue Sumpflandschaft bildet; zahlreiche kleine Seen, die zum Teil durch Bäche untereinander verbunden sind, haben sich schon gebildet. Hier haben Enten und Biber ein heimeliges Zuhause. Von diesem Bild weichen aber ein paar Küstenabschnitte ab. Etwa ab Liskor ist kaum noch eine Düne zu sehen, die Küste steigt um etwa einen Schritt an; die Wiesen reichen bis an den Küstenrand. Aber auch dieses Bild ändert sich noch einmal kurz vor Vidsand. Die Wiesen weichen sumpfigem Grund und auch der Baumbestand verdichtet sich zu teils eher düsteren Sumpfwäldern. Im Westen des Jarltums erhebt sich ein hügeliger Ausläufer des Hjaldormassives – die Overthorner Landzunge. Die Küste zum Siebenwindigen Meer fällt jäh ab und Fjorde zerklüften sie zu einem abstrakten Gebilde. Es gibt dort nur zwei Siedlungen, die in den letzte Jahrzehnten gegründet wurden und bis heute Bestand haben – Norrevik und Sundby. Ansonsten ist die Overthorner Landzunge eher von Hügeln geprägt, die teils sanft, teils aber auch recht steil in den Hjaldingolf abfallen. Nur ein schmaler Strand zieht sich an wenigen Stellen der Landzunge entlang. Überall, wo es sich im Jarltum anbietet, gibt es Viehwirtschaft und dem Land werden unterschiedlichste Feldfrüchte abverlangt; insofern unterscheidet es sich kaum vom Jarltum Vestrhalfey. Die Straßen des Jarltums sind allenfalls als Karrenwege zu bezeichnen, lediglich der Knüppeldamm, der von Vidsand aus ins Waskirer Hochland führt, ist gut ausgebaut und gepflegt. Einige Orte, wie Sundby, Norrevik und Overthorn sind gar ausschließlich über den Wasserweg zu erreichen. Der größte Teil der Bevölkerung lebt nicht in den Ortschaften, sondern verteilt in eigenen Gehöften und Ottaskins, die man überall antreffen kann.


Die Ortschaften

Vidsand ist trotz seiner Lage zwischen Sumpf und Meer ein wichtiger Umschlagplatz für Vieh aus dem Waskirer Hochland, wie auch andere Produkte. Dies verdankt Vidsand seiner Lage, denn anders als im sonstigen Hjaldingolf ist die Küstenlinie an dieser Stelle jäh abfallend, so dass auch Schiffe mit größerem Tiefgang gefahrlos anlanden können. Der einzige Ort im Hjaldingolf, der eine ähnliche Bedeutung hat, ist das in Njurunsgard gelegene Muryt. In Vidsand hat sich eine bescheidene „Industrie“ entwickelt, die ausschließlich der Herstellung des Bootstyps „Vidsandr“ gewidmet ist. Aber auch auf kulinarischem Gebiet ist Vidsand bekannt geworden: Einige Familien haben sich der Herstellung der „Vidsander Mehlwürste“ verschrieben – einer Mischung aus Weißmehl, Fleisch und verschiedenen Gewürzen, die durch Zusatz von Karotten und Roter Beete ihre eigentümliche Farbe bekommt. Während sich einigen Thorwalern bei Verzehr der Magen umdreht, gelten die Würste anderen als ausgesuchte Köstlichkeit. Fest steht jedenfalls, dass die „Vidsander Mehlwürste“ ein weiterer Grund für den bescheidenen Wohlstand im Ort sind und sie sollen sogar schon bis nach Albernia verkauft werden. Der im Sumpfgebiet nahebei gelegene Rhoenikalighsee ist von Schilf dermaßen dicht umstanden, dass man an ihm trotz seiner Größe glatt vorbeireisen kann, ohne ihn zu bemerken. Dabei reicht der Schilfgürtel an einigen Stellen gut eine knappe Meile weit in den flachen See. Hat man dieses Hindernis überwunden, erwartet einen auf dem See ein Idyll ganz eigener Art: Wildenten schnattern und schwimmen umher, Gänse fühlen sich wohl und haben auf kleinen Inselchen ihre Nester, Biberburgen sieht man allerorten. Dabei ist der See von einem Fisch- und Artenreichtum gesegnet, wie es ihn in Thorwal kein zweites Mal gibt. Wäre in Liskor nicht der Jarlssitz, könnte man den Ort fast schon als unbedeutend bezeichnen. Zwar ist er nach Overthorn der größte im ganzen Jarltum, er hat es aber nie geschafft, irgendwie eine Bedeutung zu erlangen. Immerhin werden hier die bekannten Liskor-Kämme aus Horn und Bein gefertigt, die mit wundervollen abstrakten Schnitzereien verziert sind. Die Kjålmbørg-Sippe gibt nicht nur hierbei den Ton an, sie beherrscht sogar den ganzen Ort. Sie stellt die Hjolmskari und aus ihren Reihen rekrutiert sich auch die Jarlskari – ein Umstand der politisch nicht unbrisant ist. Zwischen Liskor und Thoss fließt der Thossel, der in Regenzeiten die Eigenschaft hat, so stark anzuschwellen, dass der nach ihm benannte Ort regelmäßig überspült wird. Die Einwohner haben aber inzwischen gelernt, sich dieser Gegebenheit anzupassen und mit dem Wasser zu leben, was nicht nur das Bild des Ortes sondern auch die Menschen selbst geprägt hat. Das kleine Tjanset ist ein eher verschlafenes Fischernest, das nur deswegen eine Bedeutung hat, weil sich in dessen Nähe ein etwa 16 Quadratmeilen großes Dünenmeer erstreckt, das fast an eine Wüste erinnert, da sich Düne an Düne anschließt, kein Tropfen Wasser in ihm zu finden ist und auf den Kämmen nur sehr spärliches Gras wächst. Über Ala kann man allenfalls sagen, dass dort Holzfällerei und etwas Jagd betrieben wird und auch die Gespräche der Einheimischen sich fast ausschließlich um diese Themen drehen. Norrevik und Sundby sind die einzigen Ansiedlungen des Jarltums, die in den Fjorden an der schroffen Siebenwindigen Küste errichtet wurden und dort längerfristig Bestand haben. Im Grunde sind es nicht mehr als große Ottaskins. Overthorn ist zweifellos die größte und bedeutendste Ortschaft des Jarltums. Zwar gehört der Marktflecken geographisch, wie auch politisch zu Skjellsgrond, befindet sich aber unter direkter Aufsicht der obersten Hetleute und verfügt daher über eine besondere Stellung (und gesonderte Beschreibung).


Autor: Jens Arne Klingsöhr

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