Thorwal Standard/Zeitung SA1

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Sonderausgabe

Boron 22 Hal/1015 BF

Geschichtsfälscher in Gareth entlarvt

Thorwaler angeblich aus Salzahaven geflüchtet
Soeben kehrte unser Korrespondent Pröne Schlingbocker aus Gareth zurück und berichtete von einer großangelegten Intrige gegen unser geliebtes Thorwal. Da das Mittelreich unsere tapferen Recken aus ihrer neuen Heimat Salza und Salzerhaven militärisch nicht vertreiben konnte, haben sich höchste Kreise in Gareth der Intrige erinnert. Es soll den Bürgern des Mittelreiches eingeredet werden, das unsere Landsleute nicht länger die Besatzer sein wollten und sich lieber wieder der Seeräuberei hingeben möchten. Die Herrschaften in Gareth werfen uns Okkupation vor. Dabei verschweigen sie, daß Ausgrabungen der ehrwürdigen Geschichtsgelehrten und Hesinde-Geweihten Sigridifa zweifelsohne bewiesen haben, daß das Gebiet um Salza und Salzerhaven bereits früher thorwalsch besiedelt war. Hetmann Tronde Torbensson schäumte vor Wut, als er von den anhaltenden Vorwürfe über die angebliche Aggressionpolitik hörte: Diese Speichellecker in Gareth würden sich wundern, wenn wir tatsächlich aggrssiv werden. Sollen wir wieder Handelsschiffe des Mittelreiches kapern, wie noch vor zwanzig Götterläufen? Weiterhin sagte Tronde im Gespräch mit unserem Herausgeber Augfindling: Das Mittelreich vertreibt uns nicht aus dieser uralt angestammten Heimat, da müssen schon andere Dämonen kommen. Die Salzaregion bleibt unser!
Der Botschafter des Mittelreiches wurde förmlich zum Langhaus der Hetleute einbestellt. Tronde wies den Botschafter unter anderem darauf hin, daß das Reich erst einmal die Orks aus Weiden und dem Svelttal zu vertreiben hätte. Schließlich habe das Mittelreich den Führer des Orkenzuges selbst ausgebildet, nun dürfe es die Folgen eigener Unbedachtheit und Schwäche nicht auf die Nachbarn abschieben. Thorwal dürfe nicht weiter mit Flüchtlingen aus dem Osten überflutet werden. Enqui platze aus allen Nähten, die Versorgungslage sei kritisch. Thorwal brauche mehr Siedlungsland, um die Flüchtlinge zu versorgen. Den thorwalschen Bauern könne jedenfalls nicht zugemutet werden, die Flüchtlinge weiter auf ihrem Land, mit ihrem Korn durchzufüttern. Seine Exzellenz der Botschafter äußerte Verständnis für die prekäre Lage Thorwals. Dennoch befand er es nötig zu betonen, daß Nostria mittelreichisches Gebiet (sic!) sei und der Reichsverweser die (Zitat:) verbrecherische Anwesenheit thorwalscher Soldateska in Salza nicht hinnehmen könne. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen berichtet wurde, hätte nicht viel gefehlt und Tronde wäre dem Botschafter an die Gurgel gegangen. Er konnte nur knapp von einer der Wachen zurückgehalten werden. Der Botschafter wurde ungnädig ausbestellt und verließ totenbleich das Langhaus.
In einem offenen Brief an alle Jarle und Hetleute, äußerte sich Tronde zur Lage: Bisher habe der Ork zwar keine neuen Anstalten gemacht sich unserem Land zuzuwenden, aber das wäre angesichts der schwächlichen Nachbarn zu erwarten. Thorwal sei derzeit die einzig verläßliche Ordnungsmacht im Norden Aventuriens. Dieser Status solle nicht aufgegeben werden. Außerdem müsse man künftig mit Übergriffen des Mittelreiches rechnen. Deshalb solle Thorwal mutig weitere Schritte auf dem unvermeidbaren Weg hin zu einem fortschrittlichen und starken Gemeinwesen machen.
Es müßten verstärkte Anstrengungen unternommen werden, die Versorgung der Flüchtlinge sicherzustellen. Als beispielhaft bezeichnete der Hetmann die Integrationserfolge im Jarltum Brinasker Marschen. Hier sei es geglückt, den Flüchtlingen eine neue Heimat zu geben. Mit Hilfe zur Selbsthilfe könnten sich die neuen Landsleute nun in diesem Winter erstmalig allein versorgen.
Auch für die Beschwerden des Hetmannes der Stadt Thorwal zeigte Tronde Verständnis. Er sagte zu, die überfüllten Flüchtlingsheime in der Nordstadt räumen zu lassen. Die ehemaligen Svelttaler Bürger sollen im dünnbesiedelten Land nördlich des Ingvals angesiedelt werden. Hierzu seien aber verstärkt gesamtthorwalsche Solidaritätsabgaben erforderlich, damit die neuen Siedler über den Winter kämen.
Ein Sprecher der BHE-Fraktion im Hjalding äußerte sich erbost zu diesen Plänen. Er sprach von Schmarotzern, die guten braven Thorwalern das Land wegnehmen würden. Er distanzierte sich aber von den wüsten Schlägereien in der Nordstadt, die am gestrigen Praioslauf 43 Personen, zumeist svelltaler Mitbürger, in das Siechenhaus brachte.
Unser Korrespondent konnte desweiteren aus Gareth berichten, daß dortens an höchster Stelle die Vorstellung herrsche, wir Thorwaler seien ein naives Volk von seeräubernden Tumbbeuteln seien. Hetmann Ole Lebensbörnson aus Serske gab uns hierzu folgenden Kommentar: Wenn die Schlappsäcke aus Gareth glauben, daß wir dumm sind, dann wissen sie offensichtlich nicht mehr wen sie vor sich haben. Es wird wohl wieder Zeit, daß wir sie lehren wo die Herkunft dieses Ausrufes "Die Thorwaler kommen!" liegt. Nicht nur der Ingval ist mit unseren Ottas befahrbar! Das wohl, das wohl!

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